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ein Projekt des Fairwurzeln e.V.

Leben und Wirken in der Gemeinschaft

Unsere Vision vom Zusammenleben in Kolberg

In der Gemeinde Heidesse liegt wunderschön auf der einzigen Erhöhung der Umgebung zwischen zahlreichen Seen das ehemalige Institut für Funktechnik Kolberg. Der Berg ist Namensgeber des kleinen Ortes am Wolziger See. Das Institut auf der Bergspitze war viele Jahrzehnte der größte Arbeitgeber im Ort und der weithin sichtbare Turm ist das Wahrzeichen des siebenhundert Jahre alten Dorfes Kolberg. Eine Gruppe engagierter Berliner:innen gründete den Verein FairWurzeln e.V. und arbeitet aktiv an der Vision, das einzigartige Gelände und dessen denkmalgeschütztes Gebäudeensemble, die alten Labore und Werkstätten, die große Mensa, den Konsum und die Großküche wieder in einen lebendigen, gemeinschaftlich, ökologisch und vielfältig genutzten Ort zu verwandeln.

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Ökologie

Baumaßnahmen, Konsum, Transport und Fortbewegung sollen möglichst ressourcenschonend gestaltet sein. Den Verbrauch von Energie, Wasser, Nahrungsmitteln und Material wollen wir gering halten bzw. deren Verschwendung und die Entstehung von Abfall fortwährend minimieren.

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Wohnen im Institut

Wir planen, bezahlbaren Wohnraum für bis zu 50 Menschen zu schaffen. Da wir eine bunt gemischte Gruppe sein wollen, werden wir verschiedene Arten von Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse schaffen. Große Gemeinschaftswohnungen, kleinere Wohnungen für Familien und auch Einzelwohnungen sollen entstehen…

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Unsere Ziele

Ziel unseres Vereins ist es, ein solidarisches, freiheitliches und nachhaltiges Miteinander zu fördern.

Wir wollen Raum schaffen für bewusste, gleichberechtigte Begegnungen, für Denkanstöße, kulturelles Leben und Erholung. Es soll ein Ort entstehen, der ein nachhaltig gemeinschaftliches Wirken und Schaffen aller Beteiligten ermöglicht. Unkonventionelle Lebensstile und Formen des Zusammenlebens sowie alternative Gesellschaftsmodelle sollen gefördert, erprobt und diskutiert werden. Vereinzelung und sozialer Isolation soll ohne Gemeinschaftszwang entgegengewirkt werden.

Die Entwicklung einer gerechten Ökonomie innerhalb des Projektes ist dabei ein zentrales Anliegen.

Unsere Grundsätze

Zur Umsetzung dieser Ziele hat der Verein die Immobilie erworben, um den Mitgliedern und der Öffentlichkeit jenseits kapitalistischer Profitinteressen als Wohn-, Gewerbe- und Versammlungsräume zur Verfügung zu stehen.

Die Versorgung mit Ressourcen wie Energie, Wasser und Nahrungsmitteln soll auf dem Gelände möglichst autark organisiert werden. Wir wollen die infrastrukturellen Maßnahmen kulturerhaltend und nachhaltig gestalten und nutzen; Denkmalschutz und Innovation sollen hier gleichermaßen Berücksichtigung erfahren.

Mitglieder und andere Interessierte können in den Vereinsräumen eigenverantwortlich Veranstaltungen in den Bereichen Kultur, Sport und Bildung realisieren sowie Tauschbörsen, Selbsthilfewerkstätten und ähnliches initiieren. Damit wird auch ein Beitrag zu nachbarschaftlichem Zusammenhalt und zu regionaler und überregionaler Vernetzung geleistet.

Die Schaffung, Gestaltung und Sicherung dieses ideellen und tatsächlichen Ortes wird von den Mitgliedern des Vereines gemeinschaftlich, gleichberechtigt und in Selbstverwaltung getragen. Unser Wirken ist den Prinzipien der Nachhaltigkeit verpflichtet, d.h. sozial, ökologisch und am Gemeinwohl orientiert; darüber hinaus vertritt der Verein keine spezielle weltanschauliche oder spirituelle Überzeugung.

Eindrücke vom Gelände

Anbindung

zur Stadt Berlin

Die Zusatzkarten greifen auf OpenStreetMap zu. Bei Nutzung werden Daten an OSM gesendet.

Anfahrt
Funkinstitut | Anfahrt
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Geschichte

Zentralinstitut für Funktechnik (ZIF) – Labor für Wellenausbreitung

Auf zwei Hektar Waldboden inmitten lichten Baumbestandes wurde auf urigem Feldsteinsockel in den Jahren 1955-1958  der große Neubau des Forschungszentrums errichtet, der im Vergleich zu den ehemaligen Laboren in der Umgebung bessere Arbeitsmöglichkeiten bot. Dieser Gebäudekomplex, bekannt als Außenstelle des “Betriebslaboratoriums für Rundfunk und Fernsehen” (BRF der Deutschen Post), verfügte über einen gemauerten Messturm mit einer Gesamthöhe von 28,5 Metern auf neun Stockwerken. Weitere Gebäude für soziale Belange und Nebenaufgaben wurden auf dem Gelände errichtet, wobei die Hauptgebäude 1959 errichtet wurde. In Kolberg konnten erste Untersuchungen mit Richtstrahl-Überhorizontverbindungen durchgeführt werden. Die aus den Messungen und Diagrammen gewonnenen Ergebnisse flossen in den sich ständig erweiternden Richtfunk der DDR-Post ein. Die Kolberger Techniker waren bis zur Wende 1989 mit den Aufgaben der gesamten Funknetzplanung betraut. Dabei kamen im Laufe der Zeit selbst entwickelte und gebaute Geräte zum Einsatz, aber auch  kommerzielle Empfänger, Richtfunkbaugruppen und Messtechnik.

Im Jahr 2010 erwarb ein privater Investor das Grundstück von der Deutschen Post. Im Dezember 2020 unterschrieb FairWurzeln e.V. mit ihm einen Kaufvertrag und hat im Juni die Kaufsumme aufgebracht und hat das  denkmalgeschützte Gelände erworben. Anfang 2021 begann FairWurzeln e.V. mit der Sanierung der Gebäude. Wir sind gekommen um zu bleiben und entziehen dieses wunderschöne Gelände möglicher Finanzspekulation.

Rundgang

eine erste Übersicht

Übersicht
Funkinstitut | Übersicht
Wohnen
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Gewerbe
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Sonstiges
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Technik
Funkinstitut | Technik
Funkinstitut | Wohnen im Institut

Wohnen im Institut

Wir planen, bezahlbaren Wohnraum für bis zu 50 Menschen zu schaffen. Da wir eine bunt gemischte Gruppe sein wollen, werden wir verschiedene Arten von Wohnraum für unterschiedliche Bedürfnisse schaffen. Große Gemeinschaftswohnungen, kleinere Wohnungen für Familien und auch Einzelwohnungen sollen entstehen…

Um soziale Begegnungen und das Wohlergehen der Gemeinschaft zu gewährleisten, wird es große Gemeinschaftsräume für unsere Treffen und das Plenum geben, viel Platz für Gärten, sogar eine Sporthalle, und wir wollen auch regelmäßig für alle kochen.

Funkinstitut | Ökologie

Ökologie

Baumaßnahmen, Konsum, Transport und Fortbewegung sollen möglichst ressourcenschonend gestaltet sein. Den Verbrauch von Energie, Wasser, Nahrungsmitteln und Material wollen wir gering halten bzw. deren Verschwendung und die Entstehung von Abfall fortwährend minimieren.

Es wird angestrebt, möglichst viel Ressourcen selbst zu erzeugen oder regional und nachhaltig zu beziehen. Unser derzeit größter praktischer Beitrag zu wiederverwendbarer Energie und Selbstversorgung ist wohl der Plan, unsere Dächer für Solarpaneele zu nutzen.

Ein weiteres großes Projekt wird die Umsetzung eines gemeinsamen Mobilitätskonzepts sein. Synergieeffekte für alteingesessene Kolberger:innen sind gewollt.

Funkinstitut | Wirtschaft im Institut

Wirtschaften im Institut

Um unseren Lebensunterhalt zu bestreiten, ohne dass wir in die Stadt pendeln müssen, ist es notwendig, Wege zu finden, uns selbst und die Gemeinschaft zu finanzieren.

Zum Glück wurden die Gebäude ursprünglich für verschiedene Zwecke gebaut und sind noch immer auch für Wirtschaft und leise Produktion nutzbar.

Darüberhinaus ist die Lage zwischen Seen und Wäldern – aber trotzdem noch in Reichweite des Ballungsraumes Berlin – attraktiv für Besucher, die Zuflucht vor der geschäftigen Stadt suchen. Gästezimmer mit atemberaubender Aussicht sowie offene Werkstätten und Ateliers werden wir auch zur Miete anbieten.

Der FairWurzeln e.V

Wir sind eine bunt gemischte Gruppe von z.Z. 20 Erwachsenen und deren Kindern im Alter von 2 Monaten bis 16 Jahren mit unterschiedlichen Berufen und Lebenssituationen. Wir kommen aus den Bereichen Musik, Architektur, Sozialarbeit, IT, Handwerk, Design, Gastronomie und Kunst.

Einige von uns kennen sich seit Jahrzehnten, andere sind erst in den letzten Monaten zur Gruppe gestoßen. Zur Zeit sind wir alle in oder um Berlin ansässig, wo wir auch unser wöchentliches Plenum abhalten, bis wir nach Kolberg umziehen können. Während der Pandemie arbeiten und treffen wir uns leider meistens online.

Für weitere Fragen: Email: webkontakt@fairwurzeln.de